Tagaytay

Tagaytay liegt ca 2 Busstunden südlich von Manila (Luftlinie ca. 50Km). Der Ort befindet sich in ca. 700 Meter über Normalnull auf dem Rand des (alten) Taal-Vulkans. Die Siedlung erstreckt sich über mehrere Kilometer und besitzt kein wirkliches Ortszentrum. Am ehesten könnte man als Solches den Verkehrskreisel (GPS) bezeichnen, an dem sich die Strassen von Silang und Calamba kommend, treffen.
Der Ort ist auf Grund seiner Höhenlage, der Aussicht auf den „Lake Taal“, sowie seiner Nähe zu Manila als Ausflugsziel beliebt.

Anreise:

Von Manila erreicht man Tagaytay bequem innerhalb von ca. 2 Fahrstunden mit „Crow Bus Lines„. Die Busstation in Manila befindet sich in der Nähe der MRT Taft Avenue Station. Der Bus hält außerdem (neben vielen weiteren Stellen) auch an der „Uniwide Mall“. Diese Zusteigemöglichkeit dürfte die wohl dem Flughafen nächstliegende sein.

Hotels:

Es gibt viele Hotels in Tagaytay. Eine Unterkunft zu finden, sollte somit kein Problem darstellen.
Besonders vorstellen, möchte ich jedoch ein wahres Kleinod an Hotel: Das „Moon Garden„(GPS)

Die Anlage ist aktuell (Mai 08) noch nicht ganz fertig gestellt, aber schon jetzt ein absoluter „Wohlfühl-Ort“. Es handelt sich hierbei um eine Gartenanlage mit teilweise offenen Räumlichkeiten, vielen Pflanzen und Blumen, geschmackvoll, dezent und sehr liebevoll dekoriert. Die Zimmer sind keine normalen Zimmer, sondern kleine einzeln stehende Bungalows. Jeder Bungalow ist zum tropisch grünen Garten hin offen. Diese Aussicht wird nur durch ein Fliegengitter vor kleinen Besuchern aus der Natur gesichert. Die Bungalows bestehen aus einem Raum, der durch einen halbhohen Raumteiler in den Wohn-/Schlafbereich einerseits und den Naßbereich andererseits getrennt ist. Auch für die Bungalows gilt: Sie sind sehr geschmackvoll eingerichtet.
Ein kleines „Manko“ soll jedoch nicht unerwähnt bleiben: Da der Naßbereich/Toilette nicht wirklich vom Wohnbereich abgetrennt ist und es somit zwischen diesen Teilen keine Türe gibt, sollte man sich schon gut kennen – wenn man denn nicht alleine reist 😉 .

Sehenswürdigkeiten:

Da wäre wohl an erster Stelle der „Taal-Volcano“ (GPS) zu nennen.
Ein Ausflug dauert ungefähr 1/2 Tag. Die Organisation desselben ist denkbar einfach: Nahezu jeder Tricycle-Fahrer bietet einem den Besuch des Taal-Volcano an. Nach meiner Erfahrung kann man, nach Preisvergleich bei verschiedenen Fahrern, ohne Bedenken zusagen. Üblicherweise begleitet einen der Fahrer als Guide während des gesamten Ausflugs. Die Preise bewegen sich zwischen 1.200php und 2.000php. In diesem Preis ist die Fahrt per Tricycle an den See und die Überfahrt mit der Banka enthalten. Am See angelangt wird gerne versucht, einem ein Essen nach der Rückkehr vom Vulkan schmackhaft zu machen. Achtung, wenn die Speisekarte keine Preise enthält. Auf meine Nachfrage wurde mir 450php für das Essen genannt (leckeren Tilapia), was auch wirklich ok gewesen wäre – als dann jedoch die Rechnung kam, waren jedenfalls aus den 450php, 1.200php geworden,da z.B. in dem genannten Preis kein Reis enthalten gewesen sei 🙁 .
Nach der Überfahrt am Vulkan angekommen, wird man sofort bedrängt Dieses oder Jenes zu kaufen. Wer einen Sonnenschutz vergessen hat, oder meint eine Staubmaske zu benötigen, kann sich hier jedenfalls eindecken. Dann steht die Entscheidung an: Pferd oder Laufen. Die Strecke zum Kraterrand beträgt ca. 2.1Km und es sind 210hm zu überwinden. Ich habe mich für das Pferd entschieden. Die Miete für drei Pferde betrug 3.100php. Am Kraterrand angekommen, geht das „Wirtschaftsleben“ fröhlich weiter: Man soll Getränke für die Guides kaufen, Kokosnüsse für einen selber und kann bei Interesse die Waffen der Security in einem improvisierten Schießstand ausprobieren. Die Aussicht ist auf jeden Fall sehr interessant: In der Ferne der Kraterrand des alten Vulkans, dann der „Lake Taal“, der Kraterrand des „Taal“ auf dem man selber steht und zu Füßen der „Yellow Lake“, der sich in der Caldera des Vulkans gebildet hat.

Sehr gut hat mir „Peoples Park“ (GPS) gefallen. Es handelt sich hierbei um eine Bauruine des ehemaligen Präsidenten Marcos. Die Ruine selbst ist nicht unbedingt sehenswert, bzw. schön. Die Aussicht allerdings schon! Hr. Marcos wusste schon, was ein hübsches Plätzchen für einen Palast ist…
Auch schön und besonders für ein Picknick geeignet „Picnic Grove“ (GPS). Man kann einen Grillplatz incl. überdachtem Tisch mieten (150php) und den Tag gemütlich an sich vorbeiziehen lassen.

Einkaufen:

In Tagaytay gibt es keine Shopping-Mall (zumindest habe ich keine gefunden). Zwei grosse Malls (SM und Robinsons) gibt es in der Nähe von Dasmarinas, 23Km nördlich von Tagaytay. Die Fahrt mit dem Jeepney kostet 25php.

Hier die gelisteten GPS-Positionen:
waypoints-tagaytay

Diese Seite steht unter Creative-Commens-Lizenz.